Buddha mit Thai-Tänzerinnen
Vesakh-Fest 2020



Das Vesakh-Fest muss dieses Jahr leider wegen des Coronavirus ausfallen.

Programmpunkte am Samstag, 9. Mai 2020

SEEBÜHNE, 13.00-13.15 UHR

Vietnamesischer Löwenztanz

Der Fabellöwe ist eines der vier Heiligen Tiere im asiatischen Kulturraum. Wo er auftritt, herrschen Glück, Freude und Harmonie. In vielen Tempeln wird der Bodhisattva der Weisheit Manjusri von einem Fabellöwen getragen. In Asien verkündet der Löwe auch fröhliche Anlässe wie die Neujahrsfeier, Eröffnungsfeiern oder hier in München das Vesakh-Fest der buddhistischen Gemeinschaften. Mit dem Löwentanz der vietnamesischen buddhistischen Gemeinde von der Pagode Tâm Giác wird das Vesakh-Fest im Westpark eröffnet.

SEEBÜHNE, 13.30-14.25 Uhr sowie THAI-SALA, 15.00-15.15 UHR

Thailändische Tänze und Musik

Tanz ist ein wichtiger Bestandteil auf jedem traditionellen Fest in Thailand. Das gilt auch für thailändische Feste in Deutschland. In Thailand hat der Tanz in den unterschied­lichsten Formen eine große Tradition.

Die eleganten Bewegungen des ganzen Körpers spielen harmonisch mit dem Tanz zusammen. Das Lächeln auf dem Gesicht der Tänzerinnen zeigt den Zuschauern den Stolz auf ihre Kunst und Kultur. Während des Tanzens hat jede Hand- und Fingerhaltung ihre spezielle Bedeutung. Überall in Thailand wird oft zu Ehren Buddhas getanzt.


Die Teilnahme der Tanzgruppe aus Thailand ist noch unsicher. Falls sie nicht kommen kann, tritt die lokale Tanzgruppe des Wat Thai Giesing auf, ggf. unterstützt von Live Musik.

Tänze, die angeboten werden sind u.a.

  1. Tänze zur Begrüßung und Segnung
  2. Klassische thailändische Tänze z.B. der Maskentanz: Alegorische Tänze, die Themen des Buddhismus darstellen, z.B. die Verwirrung, die in der Welt durch Habgier entsteht und auch den Weg dies zu überwinden.
  3. Volkstänze aus Nord-Thailand mit Live Musik

www.watthai-munich.de

SEEBÜHNE, 14.30-14.55 UHR

Rezitation und Vortrag über die Bedeutung von Vesakh
Drubpon Tsering Rinpoche

Drubpon Tsering ist der Residenz-Lama des Drikung Garchen Instituts. Im Alter von acht Jahren wurde er als Mönch ordiniert. Er studierte im Hauptkloster der Drikung-Kagyü-Tradition in Dehra Dun, Indien. Nachdem er die vorbereitenden Übungen der Drikung Yangzab und der Longchen Nyingthig Überlieferung abgeschlossen hatte, erhielt er Belehrungen zu Phowa und Dzogchen Tregchöd- und Thögal. Weiterhin übte er in einer einhundert Tage dauernden Klausur (Shag gya) die Praxis des Tonglen der sechs Daseinsbereiche.

Darüber hinaus praktizierte er in einem traditionellen Drei-Jahres-Retreat den fünfteiligen Pfad der Mahamudra und die Sechs Yogas des Naropa. Danach wurde ihm von S.H. Chetsang Rinpoche und S.E. Garchen der Titel eines Drubpön (Retreat-Meister) verliehen.

Seit 2002 ist er auf Wunsch von S.E. Garchen Rinpoche in Deutschland und leitet die regelmäßigen Pujas im  Drikung Garchen Institut, gibt Einweihungen und Belehrungen und betreut die Praktizierenden im Retreat.

www.garchen.de

SEEBÜHNE, 15.00-15.40 UHR

Mantra-Singen mit Anna Maria Schmid und Joachim Schnittke
von dem Sing-Treff von Marpa Lobdra Germany e. V.

Marpa Lobdra Germany e. V. zählt zum weltweiten Schülernetz des tibetischen Meisters Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche, der zusützlich zu seinen tiefgründigen Belehrungen seine Schülerinnen und Schüler seit vielen Jahren Lieder des tibetischen Yogis Milarepa singen lässt. Dieser Tradition folgt der Sing-Treff des Vereins, indem er Lieder von Milarepa singt, die in die englische und deutsche Sprache übersetzt und vertont wurden. Zudem Lieder von Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche selbst, von Götzangpa und dem XVII. Gyalwang Karmapa Ogyen Trinley Dorje.

Dazu ein Zitat von Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche: "Buddhas singen und tanzen sicherlich. Singen und Tanzen ist sicherlich eine tiefgründige Praxis. Durch die tiefgründige Praxis von Singen und Tanzen erlangen wir Erleuchtung – wie erstaunlich!" Spontan gesungen in der Tek Chock Ling Nunnery, Kathmandu, Nepal, Juli 2009. (Entnommen aus einem Newsletter des Kamalashila-Instituts von 2011.)

In diesem Sinne verbindet sich durch das Hören, Singen und Mitsingen von Mantras das Innere mit der erleuchteten Weisheit der Buddhas und die Melodie vertieft und festigt dies. Dadurch entsteht Friede und Freude im Herzen.

www.marpa-lobdra-germany.org
Infos zur Münchner Gruppe: info.muenchen@marpa-lobdra-germany.org oder 0151-11184706

SEEBÜHNE, 15.45-16.25 UHR

Tibetische Musik und Tänze der Tibeter Gemeinde München

Der Verein der Tibeter in Deutschland, Sektion München setzt sich aus tibetischen Flüchtlingen aus München zusammen. Sie sind vor den anhaltenden Menschen­rechtsverletzungen in ihrem Land geflohen. Tibet wurde 1949 von der chinesischen Volksbefreiungsarmee okkupiert, friedliche Volksaufstände der Tibeter wurden von der chinesischen Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen. In der Folge floh S.H. der XIV. Dalai Lama 1959 ins Exil nach Indien und bis heute flüchten jährlich hunderte Tibeter über den Himalaja in die Freiheit. Die Tibeter wollen im Exil ihre Kultur pflegen und erhalten. Das Vesakh-Fest bietet eine Möglichkeit, die tibetische Kultur einem deutschen Teilnehmerkreis nahe zu bringen.

SEEBÜHNE, 16.30-17.25 UHR

Vortrag: "Geldillusionen und buddhistische Ethik"
Prof. em. Dr. Karl Heinz Brodbeck
University of Applied Sciences Würzburg

Der Zusammenbruch an den Börsen und an den Ölmärkten im März haben gezeigt, dass sich Geld über Nacht beinahe in Nichts verwandeln kann. Es gibt in den USA den „Greed and Fear“-Index für Börsen. Er stand noch zu Jahresbeginn auf fast 100% Gier (Greed), um dann im März nahezu gänzlich auf 100% Fear (Angst) abzustürzen, nicht nur wegen des Coronavirus. Dies zeigt, wie Illusionen über Geldwerte die Börsen bestimmen, diese Börsen dann aber das wirkliche Leben der Menschen weltweit durch Einkommensverluste und Arbeitslosigkeit nachteilig betreffen und vielfache Aggression fördern.

Dieses Beispiel zeigt aber auch eine tiefe Wahrheit der buddhistischen Ethik: Das Leben der Menschen wird durch Unwissenheit – z.B. den Glauben an Geldwerte – bestimmt, eine Unwissenheit, auf der sich dann Gier und Aggression entfalten und den Alltag vergiften. Diese drei „Geistesgifte“ (Unwissenheit, Gier und Hass) und ihre ethische Begrenzung stehen im Mittelpunkt des Vortrags.

Dr. Karl-Heinz Brodbeck, seit 2014 emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre und Statistik an der University of Applied Sciences, Würzburg, ist seit über 40 Jahren Dharma-Praktizierender, weiterhin tätig im wissenschaftlichen Beirat des Tibethauses, Frankfurt a.M., und an der Cusanus-Universität in Bernkastel-Kues. Er ist Autor zahlreicher Bücher über Ökonomie, Wirtschaftsethik und buddhistische Philosophie.

Mehr Infos: www.khbrodbeck.homepage.t-online.de

SEEBÜHNE, 17.30-17.55 UHR und JAPANGARTEN, 16.30-17.00 UHR

Tai Ji Quan Chen Stil (Seebühne) und 18 Figuren der Harmonie (Japangarten)

Die Schule für Qi Gong und Tai Ji Quan "Dao Qi Gong München" besteht seit 1994. Leitung: Julius Ebner. Seit 1982 Studium und Praxis von Buddhismus, Meditation und Yoga, seit 1988 Qi Gong, Körper- und Atemarbeit, seit 1996 Tai Ji Quan. Ausbildung in Medizinischem Qi Gong. Tätig als Dozent auch in anderen Projekten: Qi Gong am Zentrum für Naturheilkunde, Qi Gong für Reiter, Live your Senses.

Solide wie ein Berg,
nicht zu greifen wie das Wasser
und leicht wie eine Feder

Tai Ji Quan ist eine Bewegungs- und Kampfkunst aus China. Ziel ist es, das Starke und Harte durch das Sanfte und Weiche zu überwinden. Der kämpferische Aspekt Wu Shu wird verbunden mit der inneren Kraft Qi Gong. Weiche, fließende Bewegungen voller Ausdruck und Schönheit aktivieren und harmonisieren das Qi, den Fluss der Lebensenergie. Auf schonende Weise werden die Elastizität von Sehnen und Muskeln, die Beweglichkeit der Gelenke und der Wirbelsäule trainiert. Da die innere Kraft anstelle von Muskelkraft gefördert wird, ist Tai Ji Quan für jung und alt gleichermaßen geeignet. Durch seine essentielle Philosophie kann es als Meditation und als Lebensweg beschritten werden, genausogut aber auch als Hobby ausgeübt werden. "Tai Ji Quan Chen Stil" ist die ursprüngliche, älteste Form des Tai Ji Quan. Er zeichnet sich durch ausgeprägte Kreis- und Spiralbewegungen aus, sowie durch den plötzlichen Wechsel von weichen zu explosiven Bewegungen.

Qi Gong hat seinen Ursprung in der chinesischen Vorstellung von der Welt und der Rolle des Menschen in dieser Welt, dem Dao. Entscheidend in diesem allumfassenden Konzept ist, durch Übung Gong die universelle Kraft Qi in sich zu erwecken. Diese Vorstellung der Welt wird beschrieben im Buch der Weisheit, dem Yi Jing (I Ging). Die Kernaussage des Yi Jing ist, dass alle Menschen ein Teil des universalen Wirkens Dao sind, und dass die Verbindung zu diesem darin begründet ist, die naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten in der eigenen Lebenshaltung zu verwirklichen. In der Praxis ist Qi Gong das Erlernen und Ausüben der Kunst, das Qi, die grundlegende Lebensenergie, zu aktivieren und zu formen, also das Qi zu wecken, zu leiten und zu sammeln, und als Fortgeschrittener auch zu übertragen. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Arbeit mit dem Atem, der als energetische Verbindung von Körper und Bewusstsein (Geist) angesehen wird. Qi Gong ist gleichzeitig Basis und wesentlicher Bestandteil der jahrtausendealten Traditionellen Chinesischen Medizin, die den Menschen von jeher ganzheitlich behandelt. Das Erhalten und Pflegen der Gesundheit durch Qi Gong, Gelassenheit und Lebensfreude, das "innere Lächeln", haben dabei höchsten Stellenwert.

www.daoqigong.de

SEEBÜHNE, 18.00-18.55 UHR

Khukh Mongol

Traditionelle Volksmusik aus der Mongolei

Der Name "Khukh Mongol" (Blaue Mongolei) wurde wegen der besonderen Bedeutung der Farbe Blau für alle Mongolen gewählt. Die Mongolei ist als das Land es blauen Himmels bekannt, an fast 300 Tagen im Jahr ist der Himmel über der Mongolei klar und blau. Die Gruppe Khukh Mongol wurde 1997 von Dashtseren Erdenbold gegründet. Während der vergangenen fünf Jahre hatten sie in ganz Westeuropa viele Auftritte mit ihrem umfassenden Repertoire aus traditioneller Instrumentalmusik und Liedern und Tänzen. Khukh Mongol tritt in traditioneller mongolischer Tracht auf. Alle Musiker von Khukh Mongol sind Profis, die mongolische Volksmusik studiert haben.

www.mongolei.de/kultur/khukh/index.htm

SEEBÜHNE, 19.00-19.55 UHR

Mantrasingen mit Philipp Stegmüller

Lieder, Mantren und Chants zum Zuhören und Mitsingen

Seit 2007 gibt es den M Singing Circle von und mit Philipp Stegmüller in und um München. In diesem Kreis kommen Menschen, jung und alt zusammen, um gemeinsam, einfache Lieder und Mantras aus verschiedenen Kulturen zu singen. Die Freude am Singen ohne Leistungsdruck und Vorkenntnisse stet dabei im Vordergrund. Improvisationen und Mehrstimmigkeiten entstehen ganz von selbst. Der M Singing Circle ist eine gesundheitsfördernde und erfüllende musikalische Reise!

Zu Philipp Stegmüller: Geb. 77, musisch-künstlerisches Elternhaus und Erziehung, arbeite heute als freischaffender Licht- und Klanggestalter. Die erste Berührung mit dem Singen fand auf den Rainbow-Gatherings statt. Während den Treffen in der Natur, mit vegetarischem Essen, Yoga, Lagerfeuer und Tipis, wird viel gesungen. Das Erlebnis der Gemeinschaft und Verbundenheit, erzeugt durch das gemeinsame Singen, hat ihn seit dem nicht mehr losgelassen.

www.m-singing-circle.de
www.malikarjuna.com

NEPALPAGODE, 13.30-14.15 UHR

Kinder entdecken den Buddhismus mit Märchen, Malen und Basteln
Für Kinder ab 4 Jahre

Unsere Kinder wachsen in einem Kulturkreis auf, in dem der Buddhismus nicht alltäglich ist. Wie können sie also altersgerecht einen Zugang zu buddhistischem Denken und Verhalten finden? Märchen werden vorgelesen, es wird gemalt und gebastelt. Ganz nebenbei tauchen die Kinder in die Welt des Buddhismus ein: Hören von Buddhas, lernen ihre Mantras kennen und lauschen alten tibetischen Geschichten.

www.aryatara.de

NEPALPAGODE, 14.15-15.00 UHR

Kinder entdecken den Buddhismus.
Tibetisches Volksmärchen als Puppenspiel.
Irina Shurko - Dzogchen Gemeinschaft

Ich würde dem buddhistischen Lehrer Ringu Tulku völlig zustimmen, wenn er sagt: "Ich mag Geschichten. Besonders liebe ich solche mit tieferer Bedeutung, Geschichten, die seltsam, lustig und ereignisreich sind". So ist das Märchen, das ich euch vorspielen werde. Zwei Halbbrüder brechen heimlich von Zuhause aus, um einer Gefahr aus dem Weg zu gehen und erleben jede Menge Abenteuer. Sie haben das Herz auf dem richtigen Fleck und sind stark, was besonders die im Tiger Jahr geborenen auszeichnet. Wie ihr Mut, Geduld und vor allem die höchste buddhistische Tugend Mitgefühl belohnt werden, werdet ihr selber sehen.

Ich trete vor dem Bühnenbild aus farbigen Tücher mit selbst nach historischen Vorlagen gebauten Puppen auf. Nach meiner Aufführung können die Zuschauer mit den Puppen selber spielen. Das ist immer ein besonderes Erlebnis.

Für alle Personen ab 4 Jahren. Bei jüngeren Zuschauern sollten die Eltern bitte dabei sein (und auch ihren Spass an der Vorstellung haben).

irinas-puppentheater.jimdo.com

NEPALPAGODE, 15.15-16.00 UHR

"Zehn Minuten Zen - ein Mini-Workshop"
Vortrag und Meditation mit Bernhard Kleinschmidt

"Offene Weite, nichts Heiliges!" So soll Bodhidharma, der Begründer des Zen, dem Kaiser von China erläutert haben, was Zen ist. Heute überlagert die vom Zen beeinflusste Kultur Japans, vom Steingarten bis zur Teezeremonie, unsere Vorstellung von diesem buddhistischen Weg.

Was ist der Kern von Zen, abseits von japanischen Klamotten und mysteriösen Koans? Und was hat Zen mit Mitgefühl zu tun? Die Antwort ist ganz praktisch.

Bernhard Kleinschmidt übt seit mehr als drei Jahrzehnten Yoga und Zen. Er gehört zum Leitungsteam der Meditationsgruppe „zen in münchen“.

www.zen-in-muenchen.de

NEPALPAGODE, 16.15-17.00 UHR

"Leiden überwinden und inneren Frieden finden"
Vortrag und Mitgefühl/Liebende Güte Meditation
Wolfgang Smith – Theravada Tradition

Mehr Infos:www.meditation4yoga.wordpress.com/home

NEPALPAGODE, 17.15-18.00 UHR

"Die Essenz von Buddhas Lehre"
Vortrag von Thomas Barth

Thomas Barth praktiziert seit 1993 Zen, zunächst bei Fumon Nakagawa Roshi und Kuwahara Sensei und seit 2003 in der Tradition von Thich Nhat Hanh. Er ist Vorsitzender der Gemeinschaft für achtsames Leben Bayern und Mitglied des von Thich Nhat Hanh gegründeten Intersein-Ordens. 2014 erhielt er von Thich Nhat Hanh die Lehrbefugnis.

www.gal-bayern.de

NEPALPAGODE, 18.15-19.00 UHR

Einführung in die Shamata Meditation
(stille Meditation)
Drubpon Tsering Rinpoche

Vortrag mit abschließender Praxis
(etwa 10 Minuten stille Meditation).
Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene.

Drubpon Tsering ist der Residenz-Lama des Drikung Garchen Instituts. Im Alter von acht Jahren wurde er als Mönch ordiniert. Er studierte im Hauptkloster der Drikung-Kagyü-Tradition in Dehra Dun, Indien. Nachdem er die vorbereitenden Übungen der Drikung Yangzab und der Longchen Nyingthig Überlieferung abgeschlossen hatte, erhielt er Belehrungen zu Phowa und Dzogchen Tregchöd- und Thögal. Weiterhin übte er in einer einhundert Tage dauernden Klausur (Shag gya) die Praxis des Tonglen der sechs Daseinsbereiche.

Darüber hinaus praktizierte er in einem traditionellen Drei-Jahres-Retreat den fünfteiligen Pfad der Mahamudra und die Sechs Yogas des Naropa. Danach wurde ihm von S.H. Chetsang Rinpoche und S.E. Garchen der Titel eines Drubpön (Retreat-Meister) verliehen.

Seit 2002 ist er auf Wunsch von S.E. Garchen Rinpoche in Deutschland und leitet die regelmäßigen Pujas im  Drikung Garchen Institut, gibt Einweihungen und Belehrungen und betreut die Praktizierenden im Retreat.

www.garchen.de

JAPANGARTEN, 13.30-14.00, 14.15-15.00 und 17.00-17.45 UHR

Komuso Shakuhachi-Flöten-Gruppe

Die Komuso (Mönch der Leere, Ko - Leere, Mu - Nichts, So - Mönch) sind Übende auf dem Zen-Weg. Sie versuchen, den Geist der erklingenden Glocke des Zen-Mönchs Fuke - das Symbol der Fuke - Komuso-Shakuhachi - zu erfahren und zum Ausdruck zu bringen. Die Stücke, die auf dem Vesakh-Fest gespielt werden, stammen aus dem "Itchoken" Komuso-Tempel.

Im Komuso Shakuhachi-Tempel "Itchoken" in der Stadt Fukuoka im südwestlichen Japan werden noch heute traditionelle Stücke der Fuke-Zen-Shakuhachi praktiziert, die aus dem 14. Jahrhundert überliefert worden sind.

Bei den Stücken im Itchoken-Tempel geht es um den Atem. Dazu gibt es die folgende Geschichte: Als Hannyatara, der Lehrer von Bodhidharma, eines Tages von einem König in Ostindien zusammen mit anderen Mönchen eingeladen wurde, um Sutras zu rezitieren, machte er nur Zazen und rezitierte kein einziges Sutra. Als der König ihn fragte, warum er denn kein Sutra rezitiere, antwortete Hannyatara: "Ich atme nicht nach der irdischen Beziehung aus. Ich atme nicht in der irdischen Welt ein. Ich rezitiere das wirkliche Sutra immer, unendlich viele Sutra-Bände."

Shakuhachi-Spielen bedeutet, das wirkliche Sutra zu rezitieren.

DAIJIFÛKAI (Leitung Renkei Hashimoto)

JAPANGARTEN, 15.30-16.00 UHR

Tai Chi Chuan Yang Stil, Tai-Chi Schule München

Die Tai-Chi Schule München wurde 1987 von Richard Sämmer gegründet. Unter seiner Leitung dient sie als Zentrum des authentischen Yang Stils nach Yang Chen Fu in Süddeutschland. R. Sämmer ist Meisterschüler von Großmeister K. H. Chu, der die Internationale Tai Chi Chuan Association seit über 30 Jahren in Europa leitet: Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, das Tai-Chi der Yang Familie zu verbreiten. Mit viel Freude und Begeisterung praktiziere und unterrichte ich die Inhalte dieser traditionellen Kunst.

Diese Inhalte sind unterschiedlichster Natur: Basis ist die Tai-Chi Handform, dazu gehören Meditation, Chi Gong, Körperschulung und auch Übungen zu zweit, um das Erlernte zu erproben. Der Yang Stil beinhaltet ebenfalls den Umgang mit traditionellen Waffen wie Schwert, Säbel und Stock. Durch das Praktizieren von Tai-Chi wird das Wechselspiel zwischen äußerer und innerer Bewegung, Yin und Yang, im Gleichgewicht gehalten. Weil klar definierte Bewegungsformen, werden diese nach und nach in ihrem Ablauf erkannt und so stabilisiert sich die Körperhaltung. Man wird "stark wie ein Holzfäller". Ist das Ende einer Bewegung klar, kann man während des Bewegungsablaufes loslassen, die Bewegung wird absichtslos, der Körper entspannt sich, man wird "weich wie ein Kind". Jeder einzelnen, erkannten Bewegung wird nichts hinzugefügt oder weggenommen. Es entsteht innere Ruhe, man erlangt die "Gelassenheit eines Weisen". ";

JAPANGARTEN, 17.45-18.15 UHR

Qigong Vorführung

Qigong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Zur Praxis des Qigong gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen. Die Übungen sollen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper dienen. Um das Jahr 500 kam der buddhistische Mönch Da Mo (Bodhidharma) aus Indien nach China. Da er der Legende nach am kaiserlichen Hof nicht Gehör fand, zog er sich in das Shaolin-Kloster zurück. Dort meditierte er ununterbrochen neun Jahre in einer Höhle. Danach unterrichtete er die Mönche in der Methode Yi Jin Jing (Umwandlung der Muskulatur) und Xi Sui Jing (Waschung des Knochenmarks), um einerseits ihre schwächliche Konstitution zu stärken und gleichzeitig den Geist wachzuhalten.

Die praktischen Übungen des Qigong, mit denen Qi trainiert, mobilisiert und kultiviert wird, umfassen Körperhaltungs- und Bewegungsübungen, Atemübungen sowie geistige Übungen der Konzentration, Imagination und Meditation. Dabei gelten die körperlichen Übungen, wie das Qigong der 13 Säulen, als Grundlage und wichtige Basis des Qi - Gong. Die geistigen Übungen, die Vorstellungsbilder, die eine Übung begleiten, das Lenken und Bewahren der Vorstellungskraft in bestimmte Körperareale sind die führenden Kräfte der Übungen.

Das Spiel der Fünf Tiere ist aus dem Konzept der Tierpspiele des Arztes Hua Tuo entwickelt worden. Die Fünf Übungssequenzen imitieren den Tiger, den Drachen, den Leoparden, die Schlange und den Kranich. "Der Drache übt den Geist, der Tiger übt die Knochen, der Leopard übt die Kraft, die Schlange übt das Qi und der Kranich übt die Essenz. Wenn die Übung der Fünf Tiere verfeinert werden kann, ist der Körper stark und das Qi reichlich. Die Hände sind beweglich, die Füße sind fest. Die Augen sind scharf und die Gallenblase ist stark."

www.xiaolin-tempel.de

JAPANGARTEN - IM PAVILLON, 14.00-15.00 UHR

Lesung buddhistischer Texte und weiser Gesänge

Irmela von der Osten

Es ist ein Genuss, die schriftlichen Quellen kennenzulernen und zu erforschen, aus denen wir immer wieder neue Inspiration für den spirituellen Alltag schöpfen. Viele Sutren von Buddha, buddhistische Texte und spirituelle Gesänge spiegeln tiefe meditative Erfahrungen wieder. Ausgewählte Textbeispiele unterschiedlicher Herkunft werden vorgestellt. Beim Vorlesen im besonderen Rahmen des Vesakh-Festes kann sich die wunderbare Poesie und Freude bestens entfalten. So gelingt es uns leichter zu erkennen spirituell authentisch zu sein und unseren Weg im Alltag klarer zu gehen. Mögen die Lesungen dazu beitragen.

Irmela von der Osten, buddhistische Meditation-/Studiumsserfahrungen seit 1983 u.a. bei Pater Lassalle, Nakagawa Roshi, S.E. Gangteng Rinpoche, Ringu Tulku Rinpoche, S.E. Sangye Nyenpa Rinpoche und S.E. Dagyab Rinpoche.

www.wisdomstudy.de