Buddha mit Thai-Tänzerinnen
Vesakh-Fest 2018

Programmpunkte am Samstag, 12. Mai 2018

SEEBÜHNE, 13.00-13.15 UHR

Vietnamesischer Löwenztanz

Der Fabellöwe ist eines der vier Heiligen Tiere im asiatischen Kulturraum. Wo er auftritt, herrschen Glück, Freude und Harmonie. In vielen Tempeln wird der Bodhisattva der Weisheit Manjusri von einem Fabellöwen getragen. In Asien verkündet der Löwe auch fröhliche Anlässe wie Neujahrsfeier, Eröffnungsfeier oder hier in München das Vesakh-Fest der buddhistischen Gemeinschaften. Mit dem Löwentanz der vietnamesischen buddhistischen Gemeinde von der Pagode Tâm Giác wird das Vesakh-Fest im Westpark eröffnet.

SEEBÜHNE, 13.30-14.10 und 17.00-17.25 Uhr sowie THAI-SALA, 15.00-15.15 UHR

Thailändische Tänze

Tanz ist ein wichtiger Bestandteil auf jedem traditionellen Fest in Thailand. Das gilt auch für thailändische Feste in Deutschland. In Thailand hat der Tanz in den unterschied­lichsten Formen eine große Tradition.

Die eleganten Bewegungen des ganzen Körpers spielen harmonisch mit dem Tanz zusammen. Das Lächeln auf dem Gesicht der Tänzerinnen zeigt den Zuschauern den Stolz auf ihre Kunst und Kultur. Während des Tanzens hat jede Hand- und Fingerhaltung ihre spezielle Bedeutung. Überall in Thailand wird oft zu Ehren Buddhas getanzt.

Die Tänze auf dem Vesakh-Fest werden hauptsächlich von der "Phrapatom Wittayalai Schule" Schule aus Thailand angeboten, die im Rahmen ihrer Deuschlandtournee auch in München auftritt. Die Schule hat in Thailand mehrere Preise gewonnen und tritt u.a. auch in Fernsehshows auf.

Außerdem tritt die lokale Tanzgruppe des Wat Thai Giesing auf, unterstützt von Live Musik.

Tänze, die angeboten werden sind u.a.

  1. Tanz zur Begrüßung und Segnung
  2. Traditioneller thailändischer Maskentanz: Klassische Form des Tanzes, der u.a. auch im Königspalast getanzt wird. Es stellt in allegorischer Form die Verwirrung dar, die in der Welt durch Habgier entsteht und auch den Weg dies zu überwinden.
  3. Volkstänze aus Nord-Thailand mit Live Musik

www.watthai-munich.de

SEEBÜHNE, 14.15-14.45 UHR

Rezitation und Vortrag über die Bedeutung von Vesakh
Drubpon Tsering Rinpoche

Drubpon Tsering ist der Residenz-Lama des Drikung Garchen Instituts. Im Alter von acht Jahren wurde er als Mönch ordiniert. Er studierte im Hauptkloster der Drikung-Kagyü-Tradition in Dehra Dun, Indien. Nachdem er die vorbereitenden Übungen der Drikung Yangzab und der Longchen Nyingthig Überlieferung abgeschlossen hatte, erhielt er Belehrungen zu Phowa und Dzogchen Tregchöd- und Thögal. Weiterhin übte er in einer einhundert Tage dauernden Klausur (Shag gya) die Praxis des Tonglen der sechs Daseinsbereiche.

Darüber hinaus praktizierte er in einem traditionellen Drei-Jahres-Retreat den fünfteiligen Pfad der Mahamudra und die Sechs Yogas des Naropa. Danach wurde ihm von S.H. Chetsang Rinpoche und S.E. Garchen der Titel eines Drubpön (Retreat-Meister) verliehen.

Seit 2002 ist er auf Wunsch von S.E. Garchen Rinpoche in Deutschland und leitet die regelmäßigen Pujas im  Drikung Garchen Institut, gibt Einweihungen und Belehrungen und betreut die Praktizierenden im Retreat.

www.garchen.de

SEEBÜHNE, 14.50-15.25 UHR

Tibetische Musik und Tänze der Tibeter Gemeinde München

Der Verein der Tibeter in Deutschland, Sektion München setzt sich aus tibetischen Flüchtlingen aus München zusammen. Sie sind vor den anhaltenden Menschen­rechtsverletzungen in ihrem Land geflohen. Tibet wurde 1949 von der chinesischen Volksbefreiungsarmee okkupiert, friedliche Volksaufstände der Tibeter wurden von der chinesischen Besatzungsmacht blutig niedergeschlagen. In der Folge floh S.H. der XIV. Dalai Lama 1959 ins Exil nach Indien und bis heute flüchten jährlich hunderte Tibeter über den Himalaja in die Freiheit. Die Tibeter wollen im Exil ihre Kultur pflegen und erhalten. Das Vesakh-Fest bietet eine Möglichkeit, die tibetische Kultur einem deutschen Teilnehmerkreis nahe zu bringen.

SEEBÜHNE, 15.30-15.55 UHR

Vajra Tanz zum Wohl aller fühlenden Wesen
Internationale Dzogchen Gemeinschaft
Yeshiling e.V., München

Die Internationale Dzogchen Gemeinschaft Yeshiling e.V. sind Schüler des weltweit lehrenden Dzogchen-Meisters Chögyal Namkhai Norbu. Dzogchen ist der natürliche Zustand des Geistes jenseits von Konzepten. Diese Praxis wird als Essenz aller Schulen des tibetischen Buddhismus und als direkter Weg zur spirituellen Verwirklichung betrachtet.

Der Vajra Tanz zum Wohl aller fühlenden Wesen, eine meditative Praxis, ist ein sehr wichtiger Teil der Dzogchen-Lehre. Es tanzen ihn 12 Frauen und Männer auf einem großen fünffarbigen Mandala.

Die Bewegungen werden von Musik und einem gesungenen Mantra geleitet. Hier handelt es sich um keinen gewöhnlichen Tanz, sondern um eine Methode die unsere Energie harmonisiert, unseren Geist klärt und zur Realisation unserer wirklichen Natur führt.

In München finden regelmäßige Praxistreffen und Kurse statt. Mehr Infos: www.muenchen.dzogchen.de
Video - The Vajra Dance That Benefits Beings - im Dzogchen TV: www.youtube.com/watch?v=var4yRB1Fnc

SEEBÜHNE, 16.00-16.55 UHR und JAPANGARTEN - IM PAVILLON, 18.30-19.15 UHR

Susanne Mössinger und Klaus Nagel
Mantrisches Singen
Lieder der Achtsamkeit und Lebensfreude

"Mögen alle meine Gedanken, möge jedes Wort, das ich sprech und auch alle meine Taten zum Wohle des Großen Ganzen sein." (Text eines mantrischen Liedes von Susanne Mössinger)

Singen kann man auf sehr vielfältige Weise, und es hat dabei unterschiedliche Wirkungen. Es kann "einfach nur" gut tun und Spaß machen. Es kann das Herz öffnen, Verbindung schaffen, Gemeinschaft fördern, und uns helfen Zugang zu unserer Lebensfreude zu finden. Manchmal kommen wir beim Singen auch mit unserm Schmerz und unserem Leid in Berührung. Anstatt davonzulaufen, können wir durch "tiefes Zuhören" das Leid in uns erkennen, uns ihm in einer liebevollen Weise zuwenden, dabei lernen mit ihm umzugehen und es Schritt für Schritt wandeln. So kann Singen auf unterschiedliche Weise heilsam wirken, und uns helfen alte Wunden zu heilen.

Doch nicht nur mit unserem Leid, sondern auch mit unserer Freude, unserer Lebenslust und all den anderen Gefühlen, die in uns sind – in einem Wort mit unserer Lebendigkeit- können wir singenderweise in Berührung kommen und es somit zu einer Kraftquelle im Leben werden lassen. Singen kann außerdem, so wie die Atembeobachtung und die Körperwahrnehmung, die Meditations- und Achtsamkeitspraxis vertiefen. Texte, die z.B. Mitgefühl oder Dankbarkeit ausdrücken, können uns über das Singen auf einer tiefen Ebene erreichen und damit eine achtsame Lebenshaltung unterstützen und bestärken.

Susanne Mössinger und Klaus Nagel sind Mitglied der Initiative "Singende Krankenhäuser" und von dieser zertifiziert als Singanleiter/in. Sie schreiben eigene, meist deutschsprachige Lieder und lassen sich dabei u.a. von der Lehre Thich Nhat Hanh´s und dessen Achtsamkeitspraxis inspirieren. Die Beiden singen mit Menschen in Singkreisen, Krankenhäusern, Kindergärten, Kliniken, Kirchen und auf der Straße und geben Mitsingkonzerte und Seminare, bei denen es darum geht, eigene Erfahrungen mit dem achtsamen und heilsamen Singen zu machen.

Noten und Hörbeispiel unter www.sovielhimmel.de

SEEBÜHNE, 17.30-17.55 UHR und JAPANGARTEN, 16.30-17.00 UHR

Tai Ji Quan Chen Stil (Seebühne) und 18 Figuren der Harmonie (Japangarten)

Die Schule für Qi Gong und Tai Ji Quan "Dao Qi Gong München" besteht seit 1994. Leitung: Julius Ebner. Seit 1982 Studium und Praxis von Buddhismus, Meditation und Yoga, seit 1988 Qi Gong, Körper- und Atemarbeit, seit 1996 Tai Ji Quan. Ausbildung in Medizinischem Qi Gong. Tätig als Dozent auch in anderen Projekten: Qi Gong am Zentrum für Naturheilkunde, Qi Gong für Reiter, Live your Senses.

Solide wie ein Berg,
nicht zu greifen wie das Wasser
und leicht wie eine Feder

Tai Ji Quan ist eine Bewegungs- und Kampfkunst aus China. Ziel ist es, das Starke und Harte durch das Sanfte und Weiche zu überwinden. Der kämpferische Aspekt Wu Shu wird verbunden mit der inneren Kraft Qi Gong. Weiche, fließende Bewegungen voller Ausdruck und Schönheit aktivieren und harmonisieren das Qi, den Fluss der Lebensenergie. Auf schonende Weise werden die Elastizität von Sehnen und Muskeln, die Beweglichkeit der Gelenke und der Wirbelsäule trainiert. Da die innere Kraft anstelle von Muskelkraft gefördert wird, ist Tai Ji Quan für jung und alt gleichermaßen geeignet. Durch seine essentielle Philosophie kann es als Meditation und als Lebensweg beschritten werden, genausogut aber auch als Hobby ausgeübt werden. "Tai Ji Quan Chen Stil" ist die ursprüngliche, älteste Form des Tai Ji Quan. Er zeichnet sich durch ausgeprägte Kreis- und Spiralbewegungen aus, sowie durch den plötzlichen Wechsel von weichen zu explosiven Bewegungen.

Qi Gong hat seinen Ursprung in der chinesischen Vorstellung von der Welt und der Rolle des Menschen in dieser Welt, dem Dao. Entscheidend in diesem allumfassenden Konzept ist, durch Übung Gong die universelle Kraft Qi in sich zu erwecken. Diese Vorstellung der Welt wird beschrieben im Buch der Weisheit, dem Yi Jing (I Ging). Die Kernaussage des Yi Jing ist, dass alle Menschen ein Teil des universalen Wirkens Dao sind, und dass die Verbindung zu diesem darin begründet ist, die naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten in der eigenen Lebenshaltung zu verwirklichen. In der Praxis ist Qi Gong das Erlernen und Ausüben der Kunst, das Qi, die grundlegende Lebensenergie, zu aktivieren und zu formen, also das Qi zu wecken, zu leiten und zu sammeln, und als Fortgeschrittener auch zu übertragen. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Arbeit mit dem Atem, der als energetische Verbindung von Körper und Bewusstsein (Geist) angesehen wird. Qi Gong ist gleichzeitig Basis und wesentlicher Bestandteil der jahrtausendealten Traditionellen Chinesischen Medizin, die den Menschen von jeher ganzheitlich behandelt. Das Erhalten und Pflegen der Gesundheit durch Qi Gong, Gelassenheit und Lebensfreude, das "innere Lächeln", haben dabei höchsten Stellenwert.

www.daoqigong.de

SEEBÜHNE, 18.00-18.55 UHR

Khukh Mongol

Traditionelle Volksmusik aus der Mongolei

Der Name "Khukh Mongol" (Blaue Mongolei) wurde wegen der besonderen Bedeutung der Farbe Blau für alle Mongolen gewählt. Die Mongolei ist als das Land es blauen Himmels bekannt, an fast 300 Tagen im Jahr ist der Himmel über der Mongolei klar und blau. Die Gruppe Khukh Mongol wurde 1997 von Dashtseren Erdenbold gegründet. Während der vergangenen fünf Jahre hatten sie in ganz Westeuropa viele Auftritte mit ihrem umfassenden Repertoire aus traditioneller Instrumentalmusik und Liedern und Tänzen. Khukh Mongol tritt in traditioneller mongolischer Tracht auf. Alle Musiker von Khukh Mongol sind Profis, die mongolische Volksmusik studiert haben.

www.mongolei.de/kultur/khukh/index.htm

SEEBÜHNE, 19.00-19.55 UHR

Mantrarezitation und Vortrag zu:
"Wie wir unsere Dharmapraxis mit
unserem Alltag verbinden können"
Dolpo Tulku Rinpoche

Dharma bedeutet Veränderung, und die Dharma-Lehren beschreiben, wie wir unseren Geist positiv verändern können. Im Buddhismus, wie in vielen anderen religiösen und spirituellen Lehren auch, gibt es eine Vielzahl von Methoden, die aufzeigen, wie man seinen Geist von Negativitäten reinigen und positive Qualitäten entwickeln und stärken kann.

Dolpo Tulku Rinpoche, auch Tulku Sherap Zangpo genannt, wurde 1982 in eine Lama Familie in Dho Tarap, im Oberen Dolpo, geboren. 1991, im Alter von nur 9 Jahren wurde er auf eigenen Wunsch Mönch im Kanying Shedrub Ling Kloster, Nepal. Dort erkannte ihn auch Dilgo Khyentse Rinpoche als Reinkarnation des dritten Dolpo Nyinchung Rinpoche Drubthob, woraufhin man ihn für seine monastische Ausbildung nach Südindien ins Namdroling Kloster unter Penor Rinpoche schickte. 1997, mit nur 15 Jahren, begann er seine höheren buddhistischen Studien am Nyingma Ngagyur Institut, der hochangesehenen monastischen Universität des Klosters.

Heute reist er durch Europa und Asien, um buddhistische Philosophie und Meditation zu lehren, Vorträge und Seminare u.a. zu Themen wie Stress und Burn-out zu halten und auf die Situation in seiner Heimatregion aufmerksam zu machen, dem extrem abgelegenen Dolpo mit den höchsten bewohnten Tälern der Erde .

www.dolpotulku.org/de/dolpo-tulku/

NEPALPAGODE, 13.30-15.00 UHR

Kinder entdecken den Buddhismus mit Märchen, Malen und Basteln
Für Kinder ab 4 Jahre

Unsere Kinder wachsen in einem Kulturkreis auf, in dem der Buddhismus nicht alltäglich ist. Wie können sie also altersgerecht einen Zugang zu buddhistischem Denken und Verhalten finden? Märchen werden vorgelesen, es wird gemalt und gebastelt. Ganz nebenbei tauchen die Kinder in die Welt des Buddhismus ein: Hören von Buddhas, lernen ihre Mantras kennen und lauschen alten tibetischen Geschichten.

www.aryatara.de

NEPALPAGODE, 15.15-16.00 UHR

"Buddhismus im Westen - Weg und Ziel"
Vortrag von Ulla Unger

Ulla Unger ist 57 Jahre alt und von Beruf Ernährungswissenschaftlerin und hat seit vielen Jahren ein eigenes Taxiunternehmen. Sie ist seit 36 Jahren Schülerin von Lama Ole Nydahl. Sie leitete über 15 Jahren das buddhistische Zentrum der karma Kagyü Linie in München. Sie absolvierte die fünfjährige Sommeruniversität in Frankreich, in der buddhistische Philosophie und Wahrnehmungstheorie gelehrt wird. Sie begründete die Zeitschrift "Buddhismus Heute" mit und ist Mitautorin des Buches "Dakinis".

www.buddhismus-bayern.de/de/zentren/Muenchen

NEPALPAGODE, 16.15-17.00 UHR

"Zen - der Weg unter den Füßen"
Vortrag von Bernhard Kleinschmidt

"Offene Weite, nichts Heiliges!" So soll Bodhidharma, der Begründer des Zen, dem Kaiser von China erläutert haben, was Zen ist. Heute überlagert die vom Zen beeinflusste Kultur Japans, vom Steingarten bis zur Teezeremonie, unsere Vorstellung von diesem buddhistischen Weg.

Was ist der Kern von Zen, abseits von japanischen Klamotten und mysteriösen Koans? Und was hat Zen mit Mitgefühl zu tun? Die Antwort ist ganz praktisch.

Bernhard Kleinschmidt übt seit mehr als drei Jahrzehnten Yoga und Zen. Er gehört zum Leitungsteam der Meditationsgruppe „zen in münchen“.

www.zen-in-muenchen.de

NEPALPAGODE, 17.15-18.00 UHR

"Achtsamkeit - erleben statt erledigen"
Vortrag von Thomas Barth

Wenn uns Freunde von ihren Schwierigkeiten berichten, und wir uns ganz darauf einlassen, machen wir manchmal die Erfahrung, dass uns das aufwühlt oder deprimiert, so als ob wir selber in diesen Schwierigkeiten stecken würden. Wir fragen uns dann, ob Mitgefühl wirklich eine so gute Idee ist. Dieser Vortrag erläutert die Lehren des Buddha über das Mitgefühl und gibt Hinweise, wie wir helfen können, ohne uns zu verausgaben.

Thomas Barth praktiziert seit 1993 Zen, zunächst bei Fumon Nakagawa Roshi und Kuwahara Sensei und seit 2003 in der Tradition von Thich Nhat Hanh. Er ist Vorsitzender der Gemeinschaft für achtsames Leben Bayern und Mitglied des von Thich Nhat Hanh gegründeten Intersein-Ordens. 2014 erhielt er von Thich Nhat Hanh die Lehrbefugnis.

www.gal-bayern.de

NEPALPAGODE, 18.15-19.00 UHR

"Meditation im täglichen Leben"
Vortrag von Edward Crookes

Meditation ist Krafttraining für den Geist. Es dient dazu, den Geist auf die Herausforderungen vorzubereiten, die wir alle erleben. Während wir unseren Geist trainieren, treffen wir auf Erfahrungen, die sonst in unserem Leben unzugänglich sind. Ohne diese Erfahrungen sind viele der von Buddha verwendeten Beispiele schwierig, wenn nicht unmöglich zu verstehen. Folglich ist Meditation ein unvermeidliches Training für jeden, der sich von Leiden befreien möchte.

In der Art und Weise, wie Krafttraining den Körper für einen volleren Genuss, weit über einen ausgewählten Sport hinaus vorbereitet, so bereitet Meditation den Geist für einen volleren Genuss, weit über das Studium der Lehren des Buddha, vor. Eine erfolgreiche Meditationspraxis durchdringt unser Leben 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

Ein wahrhaft edles Streben.

mittwochsmeditation.de

JAPANGARTEN, 13.30-14.00, 14.15-15.00 und 17.15-18.00 UHR

Komuso Shakuhachi-Flöten-Gruppe

Die Komuso (Mönch der Leere, Ko - Leere, Mu - Nichts, So - Mönch) sind Übende auf dem Zen-Weg. Sie versuchen, den Geist der erklingenden Glocke des Zen-Mönchs Fuke - das Symbol der Fuke - Komuso-Shakuhachi - zu erfahren und zum Ausdruck zu bringen. Die Stücke, die auf dem Vesakh-Fest gespielt werden, stammen aus dem "Itchoken" Komuso-Tempel.

Im Komuso Shakuhachi-Tempel "Itchoken" in der Stadt Fukuoka im südwestlichen Japan werden noch heute traditionelle Stücke der Fuke-Zen-Shakuhachi praktiziert, die aus dem 14. Jahrhundert überliefert worden sind.

Bei den Stücken im Itchoken-Tempel geht es um den Atem. Dazu gibt es die folgende Geschichte: Als Hannyatara, der Lehrer von Bodhidharma, eines Tages von einem König in Ostindien zusammen mit anderen Mönchen eingeladen wurde, um Sutras zu rezitieren, machte er nur Zazen und rezitierte kein einziges Sutra. Als der König ihn fragte, warum er denn kein Sutra rezitiere, antwortete Hannyatara: "Ich atme nicht nach der irdischen Beziehung aus. Ich atme nicht in der irdischen Welt ein. Ich rezitiere das wirkliche Sutra immer, unendlich viele Sutra-Bände."

Shakuhachi-Spielen bedeutet, das wirkliche Sutra zu rezitieren.

DAIJIFÛKAI (Leitung Renkei Hashimoto)

JAPANGARTEN, 15.30-16.00 UHR

Tai Chi Chuan Yang Stil, Tai-Chi Schule München

Die Tai-Chi Schule München wurde 1987 von Richard Sämmer gegründet. Unter seiner Leitung dient sie als Zentrum des authentischen Yang Stils nach Yang Chen Fu in Süddeutschland. R. Sämmer ist Meisterschüler von Großmeister K. H. Chu, der die Internationale Tai Chi Chuan Association seit über 30 Jahren in Europa leitet: Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, das Tai-Chi der Yang Familie zu verbreiten. Mit viel Freude und Begeisterung praktiziere und unterrichte ich die Inhalte dieser traditionellen Kunst.

Diese Inhalte sind unterschiedlichster Natur: Basis ist die Tai-Chi Handform, dazu gehören Meditation, Chi Gong, Körperschulung und auch Übungen zu zweit, um das Erlernte zu erproben. Der Yang Stil beinhaltet ebenfalls den Umgang mit traditionellen Waffen wie Schwert, Säbel und Stock. Durch das Praktizieren von Tai-Chi wird das Wechselspiel zwischen äußerer und innerer Bewegung, Yin und Yang, im Gleichgewicht gehalten. Weil klar definierte Bewegungsformen, werden diese nach und nach in ihrem Ablauf erkannt und so stabilisiert sich die Körperhaltung. Man wird "stark wie ein Holzfäller". Ist das Ende einer Bewegung klar, kann man während des Bewegungsablaufes loslassen, die Bewegung wird absichtslos, der Körper entspannt sich, man wird "weich wie ein Kind". Jeder einzelnen, erkannten Bewegung wird nichts hinzugefügt oder weggenommen. Es entsteht innere Ruhe, man erlangt die "Gelassenheit eines Weisen". ";

JAPANGARTEN, 18.00-18.30 UHR

Qigong Vorführung

Qigong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Zur Praxis des Qigong gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen. Die Übungen sollen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper dienen. Um das Jahr 500 kam der buddhistische Mönch Da Mo (Bodhidharma) aus Indien nach China. Da er der Legende nach am kaiserlichen Hof nicht Gehör fand, zog er sich in das Shaolin-Kloster zurück. Dort meditierte er ununterbrochen neun Jahre in einer Höhle. Danach unterrichtete er die Mönche in der Methode Yi Jin Jing (Umwandlung der Muskulatur) und Xi Sui Jing (Waschung des Knochenmarks), um einerseits ihre schwächliche Konstitution zu stärken und gleichzeitig den Geist wachzuhalten.

Die praktischen Übungen des Qigong, mit denen Qi trainiert, mobilisiert und kultiviert wird, umfassen Körperhaltungs- und Bewegungsübungen, Atemübungen sowie geistige Übungen der Konzentration, Imagination und Meditation. Dabei gelten die körperlichen Übungen, wie das Qigong der 13 Säulen, als Grundlage und wichtige Basis des Qi - Gong. Die geistigen Übungen, die Vorstellungsbilder, die eine Übung begleiten, das Lenken und Bewahren der Vorstellungskraft in bestimmte Körperareale sind die führenden Kräfte der Übungen.

Das Spiel der Fünf Tiere ist aus dem Konzept der Tierpspiele des Arztes Hua Tuo entwickelt worden. Die Fünf Übungssequenzen imitieren den Tiger, den Drachen, den Leoparden, die Schlange und den Kranich. "Der Drache übt den Geist, der Tiger übt die Knochen, der Leopard übt die Kraft, die Schlange übt das Qi und der Kranich übt die Essenz. Wenn die Übung der Fünf Tiere verfeinert werden kann, ist der Körper stark und das Qi reichlich. Die Hände sind beweglich, die Füße sind fest. Die Augen sind scharf und die Gallenblase ist stark."

www.xiaolin-tempel.de

JAPANGARTEN - IM PAVILLON, 14.00-15.00 UHR

Lesung buddhistischer Texte und weiser Gesänge

Irmela von der Osten

Es ist ein Genuss, die schriftlichen Quellen kennenzulernen und zu erforschen, aus denen wir immer wieder neue Inspiration für den spirituellen Alltag schöpfen. Viele Sutren von Buddha, buddhistische Texte und spirituelle Gesänge spiegeln tiefe meditative Erfahrungen wieder. Ausgewählte Textbeispiele unterschiedlicher Herkunft werden vorgestellt. Beim Vorlesen im besonderen Rahmen des Vesakh-Festes kann sich die wunderbare Poesie und Freude bestens entfalten. So gelingt es uns leichter zu erkennen spirituell authentisch zu sein und unseren Weg im Alltag klarer zu gehen. Mögen die Lesungen dazu beitragen.

Irmela von der Osten, buddhistische Meditation-/Studiumsserfahrungen seit 1983 u.a. bei Pater Lassalle, Nakagawa Roshi, S.E. Gangteng Rinpoche, Ringu Tulku Rinpoche, S.E. Sangye Nyenpa Rinpoche und S.E. Dagyab Rinpoche.

www.wisdomstudy.de

JAPANGARTEN - IM PAVILLON, 16.00-17.45 UHR

Origami

Inge Hanafi, Origamilehrerin

Mit der Papierfaltkunst bin ich in Deutschland durch eine Mitstudentin in Berührung gekommen. Durch Umknicken entstehen immer neue Ecken und Kanten. Aus einem Blatt Papier lassen sich vielfältige Modelle darstellen. Das macht mir Freude und ich möchte diese mit Ihnen teilen.

origamifreude.npage.de